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Häufig gefragt

Wird das Erzbistum beim Verkauf eines bebauten oder unbebauten Grundstücks am Verkaufserlös beteiligt?

Antwort von: Michael Gerlach, EGV/HA Finanzen, 26.04.2016

Wenn zum Erwerb oder Erschließung des Grundstücks Kirchensteuermittel eingesetzt worden sind, erhält das Erzbistum diese Mittel ohne Verzinsung aus dem Bodenwerterlös zurück (Garantiebetrag Kirchengemeinde 30% des Verkaufserlöses). Stammt das Grundstück z.B. aus einer Erbschaft verbleibt der Erlös zu 100% bei der Kirchengemeinde. Lediglich die Zinserträge aus dem Verkaufserlös werden zu 70% auf die Schlüsselzuweisung angerechnet.

Bei mit Kirchensteuermitteln geförderten Gebäuden werden bei Verkauf die noch nicht abgeschriebenen Zuschüsse zu investiven Maßnahmen (Abschreibungszeitraum 30 Jahre) zinslos zurückgefordert. Die Höhe des Rückzahlungsbetrages ist begrenzt auf den Erlösanteil am Gebäudewert, basierend auf der zuletzt angewandten Förderquote. Sind Abbruchkosten bezuschusst worden, werden die gewährten Mittel analog zu diesem Verfahren zurückgefordert (Abschreibungszeitraum jedoch 10 Jahre). Für den Erstattungsanspruch aus Abbruchfinanzierung und Bodenwerterlös gilt der o.g. Garantiebetrag von mind. 30%.

Konkrete Einzelheiten sind im KA 2015, Stück 8, Nr. 108 zu erfahren.

Sind alle Mietverträge genehmigungspflichtig?

Antwort von: Michael Gerlach, EGV/HA Finanzen, 26.04.2016

Nein. Mietverträge mit einer Laufzeit unterhalb eines Jahres deren Mietzins unterhalb von 15.000,00 €/Jahr liegt, sind nicht genehmigungspflichtig (vgl. KA 2009, Stück 8, Nr. 106 Artikel 7 Nr. 3).

Diese Texte sind eine allgemeine Erstinformation ohne den Anspruch auf Vollständigkeit und Gültigkeit für konkrete Einzelfälle. Trotz gründlicher Prüfung und Recherche kann für die Inhalte keine Haftung übernommen werden. Im Zweifel wird eine Rücksprache mit den zuständigen Fachabteilungen des Erzbischöflichen Generalvikariates empfohlen.
Dieser Eintrag wurde am 25.07.2016 von Nadine Küpke bearbeitet.