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Häufig gefragt

In der Jahresrechnung für unsere Kirchengemeinde ist ein Posten „Anteil an den liquiden Mitteln des Gemeindeverbandes“ ausgewiesen. Können wir dieses Guthaben zum Beispiel für eine Tilgung einsetzen?

■ Antwort von: Raimund Eilebrecht (HA Finanzen, EGV), 14.09.2016

Der Gemeindeverband verwaltet die Gelder für seine Kirchengemeinde und agiert dabei quasi wie eine Bank. Der ausgewiesene Betrag ist das Kontokorrent der Kirchengemeinde zum Zeitpunkt des Abschlusses und stellt damit einen kurzfristigen Saldo aus der Bewirtschaftung des laufenden Etats dar. Der Betrag kann ein Guthaben ausweisen, wenn Zahlungen noch nicht erfolgt sind oder zum Beispiel eine Stelle einige Zeit unbesetzt war. Der Betrag kann genauso ein Soll ausweisen, z. B. wenn die Kirchengemeinde ihren Eigenanteil an einer Baumaßnahme erst verspätet einzahlt.. Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Gemeindeverband darstellen, woraus der an dieser Stelle ausgewiesene Betrag resultiert.

Wenn ein Jahresüberschuss erzielt wird, muss der dann abgeführt werden oder kann er im nächsten Jahr verwendet werden?

■ Antwort von: Raimund Eilebrecht (HA Finanzen, EGV), 14.09.2016

Ein Überschuss in der Jahresrechnung der Kirchengemeinde muss nicht abgeführt werden. Wird ein Überschuss erzielt, erhöht sich über die Ergebnisrechnung in der Doppik die Ergebnisrücklage und damit das Eigenkapital der Gemeinde. Die Mittel werden auch auf der Aktivseite der Bilanz unter der entsprechenden Anlageform (z.B. Sparguthaben, Guthaben beim Gemeindeverband) gezeigt. Dieses steht wie die bisherige Rücklage Schlüsselzuweisung grundsätzlich auch für Verwendungen in der Zukunft (im Etat oder für Investitionen) zur Verfügung.

Kann man etwas tun, damit die Zahlen für den Kindergarten in der Jahresrechnung aussagekräftig sind?

■ Antwort von: Raimund Eilebrecht (HA Finanzen, EGV), 14.09.2016

Nein, derzeit nicht. Die Finanzierung und Abrechnung der Kindertageseinrichtungen erfolgt analog zu den Schulen zum Kindergartenjahr (August-Juli). Der staatlich vorgeschriebene Verwendungsnachweis umfasst zudem nicht alle, sondern nur die öffentlich finanzierten Aktivitäten und stellt auch nur die Ein- und Auszahlungen dar. Daher ist sowohl wegen der abweichenden Rechnungsperiode als auch wegen ganz unterschiedlichen Systematik kein Abgleich mit der Jahresrechnung der Kirchengemeinde möglich. Es ist aber durch die Unterteilung des Jahresabschlusses in Hauptbereiche zumindest erkennbar, wie sich die sonstigen gemeindlichen Aktivitäten finanziell darstellen.

Muss das Generalvikariat darüber informiert werden, für welche Maßnahmen die Baupauschale eingesetzt wird?

■ Antwort von: Raimund Eilebrecht (HA Finanzen, EGV), 14.09.2016

Die Verwendung der für die Pauschale bereit gestellten Gelder ist in der Jahresrechnung der Kirchengemeinde je einzelner Maßnahme darzustellen. Es ist nicht notwendig, das mit der Baupauschale finanzierte Bauvorhaben vorab dem Erzbischöflichen Generalvikariat mitzuteilen. Es ist aber günstig, das Bauamt über die Maßnahme zu informieren, damit der zuständige Bearbeiter über die Entwicklung des Gebäudes Kenntnis hat.

Diese Texte sind eine allgemeine Erstinformation ohne den Anspruch auf Vollständigkeit und Gültigkeit für konkrete Einzelfälle. Trotz gründlicher Prüfung und Recherche kann für die Inhalte keine Haftung übernommen werden. Im Zweifel wird eine Rücksprache mit den zuständigen Fachabteilungen des Erzbischöflichen Generalvikariates empfohlen.
Dieser Eintrag wurde am 11.06.2013 von Nadine Küpke bearbeitet.