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Häufige Fragen

Wie werden Mehrkosten definiert und ab wann sind Kostenänderungen /-ergänzungen beim EGV anzumelden?

Antwort von: Birgit Peters, ZA Bauamt, 04.12.2018

Das Erzbischöfliche Generalvikariat unterscheidet die Begriffe Mehrkosten und Kostenänderungen /-ergänzungen innerhalb des Genehmigungsprozesses:

Kostenänderungen / -ergänzungen werden während der Bauphase erkannt.
Bei kirchlichen Immobilien handelt es sich um einen überwiegend recht alten Gebäudebestand. Es kommt vor, dass die auf der laufenden Baustelle vorgefundene Situation eine andere ist als angenommen. Teils sind dann ganz neue Lösungsansätze erforderlich. Im günstigsten Fall kommt es  lediglich zu Massenausweitungen [Erhöhung der erforderlichen Menge einer ausgeschriebenen und genehmigten bauhandwerklichen Teilleistung/Leistungsposition.] gegenüber dem Leistungsverzeichnis bzw. Angebot.

Kostenänderungen oder -ergänzungen während der Bauphase bedürfen der Genehmigung bei Veränderungen von mehr als 5 % der Gesamtkosten (s. Genehmigung zum Baubeginn), wenn sie mehr als 15.000,00 € (brutto) betragen. Sie sind über den Gemeindeverband beim EGV anzumelden. Dies betrifft Massenausweitungen, bzw. Änderungen der Leistung in genehmigten bautechnischen Arbeiten und neu hinzu gekommene Positionen oder Gewerke. Einsparungen bei einzelnen Gewerken berechtigen nicht zu Überschreitungen bei anderen Gewerken. Zusätzliche Maßnahmen sind genehmigungspflichtig.

Beispiele:
- Genehmigte Kosten: 8.000,- €
Kostenänderung: 6.000,- €
-> Kostenänderung > 5%, aber < 15.000,- € => keine Anmeldung erforderlich

- Genehmigte Kosten: 33.500,- €

Kostenänderung Gewerk A: 3.500,- € -> Kostenänderung > 5%, aber < 15.000,- €
Gewerk B: 1.500,- € -> Kostenänderung < 5% und < 15.000,- €
Kostenergänzung Gewerk C: 10.750,- € -> Kostenänderung > 5%, aber < 15.000,- €
=>    15.250,- € -> Kostenänderung > 5% und > 15.000,- €
    => Anmeldung erforderlich


- Genehmigte Kosten: 550.000,- €
Kostenänderung: 25.000,- €
-> Kostenänderung < 5%, jedoch > 15.000,- € => keine Anmeldung erforderlich

- Genehmigte Kosten: 550.000,- €
Kostenänderung: 40.000,- €
-> Kostenänderung > 5% und > 15.000,- € => Anmeldung erforderlich

Die Anmeldung muss über die Anlage 3a erfolgen.

Folgende Punkte müssen dabei berücksichtigt werden:

  • Gegenüberstellung der ursprünglichen Planung, der vor Ort vorgefundenen Situation und den neuen Lösungsansatz
  • Überprüfung auf Einsparmöglichkeiten in anderen Gewerken um diese neuen Kosten aufzufangen
  • Verändert sich durch diese Kostenänderungen / -ergänzungen das vom EGV bisher genehmigte Bauprogramm?
  • Hat diese Änderung Auswirkungen auf bisher erteilte Genehmigungen Dritter (pol. Gemeinde / Stadt und denkmalrechtliche Erlaubnis)?


Bei der Aufstellung der Kostenfortschreibung sind die Richtlinien des Erzbistums Paderborn zum Aufbau und zur Gliederung von Baukosten zu beachten. Die Kostenänderungen sind in einer separaten Spalte aufzuführen. Verursacht diese Änderung auch eine Veränderung von Flächen- und Rauminhalten, so sind diese neu zu ermitteln. Ebenso sind die Änderungen ggf. zeichnerisch darzustellen. Hier sind die Vorgaben für die Erstellung von Zeichnungen, Allgemeine Erläuterungen und Raumstempel Erläuterungen, besonders die Angaben zum Index und zum Plancode, zu beachten.

Eine ausführliche Beschreibung der geänderten Bau- und Sanierungsmaßnahmen je Gewerk ist der Anlage 3a beizufügen. Es ist zu beachten, ob neue Bauverträge abgeschlossen oder bestehende Bauverträge erweitert werden müssen und ob diese zur Genehmigung (ab 15.000,- € brutto Vertragssumme je Gewerk) beim Erzbischöflichen Generalvikariat einzureichen sind.

Die Entscheidung des EGV’s über die Anerkennung der Kostenänderung und ggf. eine Förderung aus Kirchensteuermitteln wird schriftlich mitgeteilt. Die bewilligten Mittel sind für die jeweilige Maßnahme zweckgebunden. Abweichungen von kirchenaufsichtlich genehmigten Planungen bewirken eine Zurücknahme oder Kürzung der Förderung. Einsparungen innerhalb der genehmigten und limitierten Gesamtkosten berechtigen nicht zur Ausführung zusätzlicher Maßnahmen.

Jede weitere Kostenänderung / -ergänzung ist ebenfalls nach diesem Verfahren anzumelden.

Als Mehrkosten werden die zusätzlich entstandenen Kosten bezeichnet, die erst nach Abschluss der Baumaßnahme bzw. mit deren Abrechnung (Anlage 4) erkannt werden. Abweichungen je Gewerk > 10% und neu hinzugekommene oder entfallene Arbeiten / Themen / Gewerke sind in einer Mehr- und Minderkosten­begründung durch den Architekten zu erläutern.

Wie werden Verträge und Beschlüsse im Rahmen von Baumaßnahmen der Kirchengemeinden und Gemeindeverbände kirchenaufsichtlich genehmigt?

Antwort von: Florian Lüdeke, Baufinanzierung Kirchengemeinden, 05.02.2019

Im Zuge der Überarbeitung der Verwaltungsverordnung für die Vorbereitung, Planung und Durchführung von Baumaßnahmen der Kirchengemeinden und Gemeindeverbände im Erzbistum Paderborn wurden die Prozesse im EGV angepasst. Nach rechtlicher Prüfung konnte eine Vereinfachung für das Handeln der Erzbischöflichen Verwaltung erreicht und parallel zur neuen Verwaltungsverordnung eingeführt werden.

Verträge und Beschlüsse von Kirchengemeinden und Gemeindeverbänden im Zusammenhang mit Baumaßnahmen bedürfen weiterhin grundsätzlich der kirchenaufsichtlichen Genehmigung. Die Genehmigung von Verträgen und Beschlüssen erfolgt seit dem 01.01.2019 nicht mehr auf dem Dokument, sondern auf dem Genehmigungsschreiben an die Kirchengemeinde bzw. den Gemeindeverband. Dies beschleunigt die Abarbeitung der Genehmigungen der Baumaßnahmen, da nun eine vollständige digitale Einreichung der Planungsunterlagen möglich ist. Zusätzliche Zeitverluste durch den Postlauf werden reduziert.

Die Vertragsmuster sehen weiterhin die Möglichkeit für die einzelne Genehmigung der Dokumente vor, erhalten jedoch zukünftig keinen gesonderten Genehmigungsvermerk. Die genehmigten Unterlagen erhalten Sie über den jeweiligen Gemeindeverband zugeleitet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden Ihnen die entsprechenden Hinweise zur Genehmigung mitteilen. Ggfs. ist in Rücksprache mit dem Gemeindeverband oder der Kirchengemeinde eine Einsichtnahme in die Genehmigungsschreiben möglich.

Welche Arbeiten werden über die Sanitärpauschale abgerechnet bzw. müssen entsprechend ausgewiesen werden?

Antwort von: Florian Lüdeke, Hauptabteilung Finanzen, 05.04.2019

Zur Sanitärpauschale gehören alle Gewerke, die die Sanitärräume betreffen, jedoch nicht der Rohbau und die Ver- u. Entsorgungsleitungen, sowie die Elektroinstallation. Demontage- / Abbrucharbeiten fallen ebenfalls nicht unter die Sanitärpauschale.
Folgende Gewerke sind zu beachten / auszuweisen:

- Estrich / Trockenestrich
- Innenputz
- Trockenbau
                (z. B. Vorwandinstallationen, Trennwände, Wand- und Deckenverkleidungen)
- Heizung
                (Heizkörper, Infrarotheizungen u. ä.)
- Sanitärinstallation
                (Sanitäre Einbauten inkl. Zubehör und Accessoires, wie z. B. WC, Waschtisch,
                Dusch-/Badewanne, Duschkabine, Urinal, Armaturen, Siphon, Schlauch-Brause-Set,          
                Handtuchstange, Haken, Papierhalter, Seifenschale etc.
                Ebenso Badmöbel wie Spiegelschränke u. ä.)
- Fliesenarbeiten
                (Material inkl. Verlegung, sowie Verfugung, Dauerelastische Fugen)
- Malerarbeiten
                (alle erforderlichen Arbeitsschritte im Wandbereich bis zur fertigen Gestaltung,
                 ab Vorderkante der Wand / Stein, wie z. B. Innenputz, Tiefengrund,     
                 Spachtelarbeiten, Tapezierarbeiten inkl. Kleber, Farbanstriche, etc.)

Die Beleuchtung wird bei Pfarrheimen und Kirchen über die Beleuchtungspauschale abgerechnet.

Die angegebenen Pauschalsummen beziehen sich auf alle Sanitärräume innerhalb der jeweiligen Nutzungseinheit im Gebäude.

In den Ausschreibungen und Rechnungen sind diese Massen als einzelne Positionen / Titel auszuweisen. Es ist je Nutzungseinheit eine Auflistung inkl. Addition dieser Arbeiten aufzustellen.

Diese Texte sind eine allgemeine Erstinformation ohne den Anspruch auf Vollständigkeit und Gültigkeit für konkrete Einzelfälle. Trotz gründlicher Prüfung und Recherche kann für die Inhalte keine Haftung übernommen werden. Im Zweifel wird eine Rücksprache mit den zuständigen Fachabteilungen des Erzbischöflichen Generalvikariates empfohlen.
Dieser Eintrag wurde am 05.04.2019 von Nadine Küpke bearbeitet.

Ansprechpartner

Architekt/Bautechniker Bereich Kirchengemeinden (Erzbischöfliches Generalvikariat)

Antonius Hasse
Tel.: 05251 125-1361
E-Mail: antonius.hasse@erzbistum-paderborn.de

Zuständig für: Südlippe-Pyrmont, Bielefeld, Bielefeld Mitte-Nord-West, Bielefeld Ost, Bielefeld St. Elisabeth, Lippe-Detmold, Bad Salzuflen-Schötmar / Lippe-West, Soest / Möhnesee / Bad Sassendorf, Werl, Lippetal, Lübbecker Land, Mindener Land, Bünder Land-Herford-Widukindsland, Werre-Weser, Geseke, Lippstadt / Esbeck-Hörste-Böckenförde, Anröchte / Rüthen, Warstein / Möhnetal, Stockkämpen, Reckenberg, Gütersloh, Rheda-Herzebrock-Clarholz, Rietberg-Süd / Kirchspiel Neuenkirchen, Verl / Schloß Holte-Stukenbrock

Bruno Markwort
Tel.: 05251 125-1432
E-Mail: bruno.markwort@erzbistum-paderborn.de

Zuständig für: Im Dortmunder Süden, Dortmund Mitte, Dortmund Mitte-Ost, Dortmund Propsteipfarrei / Mitte-Südwest, St. Ewaldi Dortmund, Dortmund Am Phoenixsee, Dortmund Am Revierpark, Dortmund Derne-Kirchderne-Scharnhorst / Kirchspiel Husen-Kurl-Lanstrop, Dortmund-Ost, Dortmund Nord-West, Dortmunder Westen, Pfarrei Hl. Dreikönige Dortmund, Wanne-Eickel, Pfarrei St. Dionysius Herne, Corpus Christi Castrop-Rauxel, Castrop Rauxel Süd, Schwerte, Lünen

Zuständig für:

Im Dortmunder Süden, Dortmund Mitte, Dortmund Mitte-Ost, Dortmund Propsteipfarrei / Mitte-Südwest, St. Ewaldi Dortmund, Dortmund Am Phoenixsee, Dortmund Am Revierpark, Dortmund Derne-Kirchderne-Scharnhorst / Kirchspiel Husen-Kurl-Lanstrop, Dortmund-Ost, Dortmund Nord-West, Dortmunder Westen, Pfarrei Hl. Dreikönige Dortmund, Wanne-Eickel, Pfarrei St. Dionysius Herne, Corpus Christi Castrop-Rauxel, Castrop Rauxel Süd, Schwerte, Lünen

Ferdinand Bange
Tel.: 05251 125-1317
E-Mail: ferdinand.bange@erzbistum-paderborn.de

Zuständig für: Schloß Neuhaus, An Egge und Lippe, Büren, Delbrück-Hövelhof, Salzkotten, Lichtenau, Bad Driburg, Dreiländereck Beverungen, Steinheim / Nieheimer Land / Marienmünster, Warburg, Brakeler Land, Corvey, Willebadessen-Peckelsheim / Borgentreicher Land

Zuständig für:

Schloß Neuhaus, An Egge und Lippe, Büren, Delbrück-Hövelhof, Salzkotten, Lichtenau, Bad Driburg, Dreiländereck Beverungen, Steinheim / Nieheimer Land / Marienmünster, Warburg, Brakeler Land, Corvey, Willebadessen-Peckelsheim / Borgentreicher Land

Frank Striewe
Tel.: 05251 125 1475
E-Mail: Frank.Striewe@erzbistum-paderborn.de

Zuständig für: Meschede-Bestwig, Schmallenberg - Eslohe, Bigge-Olsberg, Winterberg, Marsberg, Medebach / Hallenberg, Brilon / Thülen, Sundern, Arnsberg, St. Petri Hüsten, St. Johannes Bapt. Neheim und Voßwinkel, Arolsen, Bad Wildungen-Waldeck, Korbach

Zuständig für:

Meschede-Bestwig, Schmallenberg - Eslohe, Bigge-Olsberg, Winterberg, Marsberg, Medebach / Hallenberg, Brilon / Thülen, Sundern, Arnsberg, St. Petri Hüsten, St. Johannes Bapt. Neheim und Voßwinkel, Arolsen, Bad Wildungen-Waldeck, Korbach

Rolf Gebker
Tel.: 05251 125-1484
E-Mail: rolf.gebker@erzbistum-paderborn.de

Zuständig für: Hagen-Nord / An den Ruhrseen, Hagen-Mitte-West, Am Hagener Kreuz, Witten, Hamm, Hamm-Mitte-Osten, Pfarrei St. Franziskus von Assisi Hamm, Liebfrauen Hamm, Iserlohn, Menden, Balve-Hönnetal, Südliches Siegerland, Siegen-Weidenau, Netpherland, Wittgensteiner Land, Nördliches Siegerland, Attendorn, Wendenener Land, Kirchhundem, Bigge-Lenne-Frettertal, Lennestadt, Olpe, Bergkamen, Unna

Architektin/Bautechnikerin Bereich Kirchengemeinden (Erzbischöfliches Generalvikariat)

Birgit Peters
Tel.: 05251 125-1259
E-Mail: birgit.peters@erzbistum-paderborn.de

Zuständig für: Schloß Neuhaus, Elsen-Wewer-Borchen, Paderborn Innenstadt, Paderborn Nord-Ost-West, Paderborn Mitte-Süd, An Egge und Lippe, Südlippe-Pyrmont, Bielefeld, Bielefeld Mitte-Nord-West, Bielefeld Ost, Bielefeld St. Elisabeth, Lippe-Detmold, Bad Salzuflen-Schötmar / Lippe-West, Büren, Delbrück-Hövelhof, Salzkotten, Lichtenau, Im Dortmunder Süden, Dortmund Mitte, Dortmund Mitte-Ost, Dortmund Propsteipfarrei / Mitte-Südwest, St. Ewaldi Dortmund, Dortmund Am Phoenixsee, Dortmund Am Revierpark, Dortmund Derne-Kirchderne-Scharnhorst / Kirchspiel Husen-Kurl-Lanstrop, Dortmund-Ost, Dortmund Nord-West, Dortmunder Westen, Pfarrei Hl. Dreikönige Dortmund, Wanne-Eickel, Pfarrei St. Dionysius Herne, Corpus Christi Castrop-Rauxel, Castrop Rauxel Süd, Hagen-Nord / An den Ruhrseen, Hagen-Mitte-West, Am Hagener Kreuz, Witten, Soest / Möhnesee / Bad Sassendorf, Werl, Hamm, Hamm-Mitte-Osten, Pfarrei St. Franziskus von Assisi Hamm, Liebfrauen Hamm, Lippetal, Lübbecker Land, Mindener Land, Bünder Land-Herford-Widukindsland, Werre-Weser, Meschede-Bestwig, Schmallenberg - Eslohe, Bigge-Olsberg, Winterberg, Marsberg, Medebach / Hallenberg, Brilon / Thülen, Sundern, Arnsberg, St. Petri Hüsten, St. Johannes Bapt. Neheim und Voßwinkel, Bad Driburg, Dreiländereck Beverungen, Steinheim / Nieheimer Land / Marienmünster, Warburg, Brakeler Land, Corvey, Willebadessen-Peckelsheim / Borgentreicher Land, Geseke, Lippstadt / Esbeck-Hörste-Böckenförde, Anröchte / Rüthen, Warstein / Möhnetal, Iserlohn, Menden, Balve-Hönnetal, Stockkämpen, Reckenberg, Gütersloh, Rheda-Herzebrock-Clarholz, Rietberg-Süd / Kirchspiel Neuenkirchen, Verl / Schloß Holte-Stukenbrock, Südliches Siegerland, Siegen-Weidenau, Netpherland, Wittgensteiner Land, Nördliches Siegerland, Attendorn, Wendenener Land, Kirchhundem, Bigge-Lenne-Frettertal, Lennestadt, Olpe, Schwerte, Bergkamen, Lünen, Unna, Arolsen, Bad Wildungen-Waldeck, Korbach

Eva-Michaela Droll
Tel.: 05251 125-1571
E-Mail: eva-michaela.droll@erzbistum-paderborn.de

Zuständig für: Elsen-Wewer-Borchen, Paderborn Nord-Ost-West, Paderborn Mitte-Süd

Zuständig für: Elsen-Wewer-Borchen, Paderborn Nord-Ost-West, Paderborn Mitte-Süd